Sinfonische Dichtung in vier Sätzen 3. Satz: “Der junge Prinz und die junge Prinzessin” Chicago Symphonie Orchestra, Ltg. Daniel Barenboim Zu “Scheherazade”: Der Sultan Schariar, überzeugt von der Falschheit und Untreue aller Frauen, hat gelobt, jede seiner Gattinnen nach der ersten Nacht hinrichten zu lassen. Die Sultanin Scheherazade vermag jedoch ihr Leben dadurch zu retten, dass sie ihm eine fortlaufende Reihe von Märchen erzählt – tausendundeine Nacht hindurch – deren Ende der neugierige Sultan immer hören will, so dass er die Hinrichtung Scheherazades immer wieder aufschiebt und schließlich sein blutiges Gelübde ganz widerruft. Als die Sultanin Scheherazade die Aufmerksamkeit ihres Gatten für tausendundeine Nacht – nach unserem Kalender etwa zwei Jahre und neun Monate – zu fesseln vermochte, rettete sie damit ihre Ehe ebenso wie ihr Leben. Zur Komposition – 3. Teil: In seiner Autobiographie von 1909 erklärt Rimsky-Korsakov, daß er sich von mehreren separaten Episoden der Märchensammlung “Tausendundeine Nacht” angesprochen gefühlt hatte, die sich auch durch alle vier Sätze seiner Suite ziehen – ohne Rücksicht auf die Reihenfolge oder Kontinuiät. “Der Faden, der alles vereint,” so schreibt er, “besteht aus den kurzen Einleitungen zu den Sätzen 1, 2 und 4 sowie aus dem Intermezzo vor Satz 3, geschrieben für Solovioline – eine Darstellung von Scheherazade selbst, wie sie dem strengen Sultan ihre wunderbaren Geschichten erzählt. Der Schluß von Satz 4 dient demselben … Video Bewertung: 5 / 5
Sinfonische Dichtung in vier Sätzen 4. Satz: “Fest in Bagdad; Das Meer; Schiffbruch” Chicago Symphonie Orchestra, Ltg. Daniel Barenboim Zu “Scheherazade”: Der Sultan Schariar, überzeugt von der Falschheit und Untreue aller Frauen, hat gelobt, jede seiner Gattinnen nach der ersten Nacht hinrichten zu lassen. Die Sultanin Scheherazade vermag jedoch ihr Leben dadurch zu retten, dass sie ihm eine fortlaufende Reihe von Märchen erzählt – tausendundeine Nacht hindurch – deren Ende der neugierige Sultan immer hören will, so dass er die Hinrichtung Scheherazades immer wieder aufschiebt und schließlich sein blutiges Gelübde ganz widerruft. Als die Sultanin Scheherazade die Aufmerksamkeit ihres Gatten für tausendundeine Nacht – nach unserem Kalender etwa zwei Jahre und neun Monate – zu fesseln vermochte, rettete sie damit ihre Ehe ebenso wie ihr Leben. Zur Komposition – 4. Teil: Rimsky-Korsakov warnte davor, nach konsistenten wagnerianischen Leitmotiven zu suchen; so erklingt zum Beispiel dieselbe Fanfare, die im 3. Satz mit der Kalandar-Geschichte verbunden ist, im 4. Satz wieder auf, um das dem Untergang geweihte Schiff anzuzeigen; und das Klarinettenthema der Prinzessin aus dem 3. Satz kehrt im Bagdad-Fest wieder, ohne daß irgendetwas in “Tausendundeine Nacht” andeutet, daß sie dort mit dabei war. Das Ergebnis ist eine Orchester-Suite, die durch gemeinsame Fäden und symbolische Entwicklung zusammengehalten wird, aber keine Erzählung: “Ein Kaleidoskop von Märchenbildern und …
Sinfonische Dichtung in vier Sätzen 2. Satz: “Die Geschichte des Kalandar-Prinzen” Chicago Symphonie Orchestra, Ltg. Daniel Barenboim Zu “Scheherazade”: Der Sultan Schariar, überzeugt von der Falschheit und Untreue aller Frauen, hat gelobt, jede seiner Gattinnen nach der ersten Nacht hinrichten zu lassen. Die Sultanin Scheherazade vermag jedoch ihr Leben dadurch zu retten, dass sie ihm eine fortlaufende Reihe von Märchen erzählt – tausendundeine Nacht hindurch – deren Ende der neugierige Sultan immer hören will, so dass er die Hinrichtung Scheherazades immer wieder aufschiebt und schließlich sein blutiges Gelübde ganz widerruft. Als die Sultanin Scheherazade die Aufmerksamkeit ihres Gatten für tausendundeine Nacht – nach unserem Kalender etwa zwei Jahre und neun Monate – zu fesseln vermochte, rettete sie damit ihre Ehe ebenso wie ihr Leben. Zur Komposition – 2. Teil: Rimsky-Korsakov komponierte “Scheherazade” im Sommer 1888, zur gleichen Zeit wie seine Ouvertüre “Russische Ostern”. Diese beiden Werke bildeten den Abschluß des ersten wichtigen Kapitels, in dem, wie er später schrieb: “…meine Orchestrierung ein beachtliches Maß an Virtuosität erlangt hatte, und eine warme Sonorität, ohne wagnerianischen Einfluß.”. Dies waren auch seine letzten bedeutenden Orchesterwerke; danach widmete er sich jener exotischsten aller Kunstformen – der Oper. Wie Hector Berlioz vor ihm und Richard Strauß ein paar Jahre nach ihm, zögerte Rimsky-Korsakov, die programmatische Grundlage für … Video Bewertung: 5 / 5
Niels Höpfner im Selbstinterview
Sie sind nun namentlich verewigt in einem Buchtitel. Wie finden Sie das? Es ehrt mich und macht mich vergnügt. Mehr auf TITEL Magazin
Eines Nachts, am Hofe des Kalifen, erzählt die schöne und kluge Scheherezade eine ihrer Geschichten Es war einmal ein Ehepaar, Musaffar und Aisha. Am Tage der Geburt ihres Sohnes Asamat erschien Aisha ein weiser Mann, der dem Neugeborenen Glück und Liebe prophezeite, wenn Asamat alle Prüfungen bestehen sollte. Der Weise hinterließ eine Zauberflöte, die den Jungen vor Kummer und Unglück bewahren sollte, so bald dieser das 20. Lebensjahr erreicht. Die Jahre vergingen und Asamat wuchs zu ein